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Digitalisierung: Gefahr oder Chance? asr-Denkfabrik diskutierte Zukunftskonzepte

Wie sollen mittelständische Reiseunternehmen mit Digitalisierung, Internet und Social Media umgehen? Antworten erarbeiteten Teilnehmer und Experten in Workshops auf der asr-Denkfabrik in Berlin, zu der der Bundesverband Allianz Selbständiger Reiseunternehmen eingeladen hatte.

(ASR) Trotz tropischer Hitze bewiesen rund 60 Vertreter von Reisebüros und Reiseveranstaltern sowie 17 Referenten und Moderatoren, dass sie auch an einem solchen Tag konzentriert und lösungsorientiert arbeiten können. In der asr-Denkfabrik im Berliner Pfefferberg diskutierten sie an einer Vielzahl von best practice-Beispielen die Veränderungen im Reiseverkauf, in der Werbung und Bindung von Mitarbeitern sowie kreatives Marketing auf allen Kommunikationskanälen.
Bei der von Kommunikationstrainerin Vivien Manazon konzipierten und moderierten Veranstaltung kamen zahlreiche Experten aus der Touristikbranche zu Wort. Offenheit und Mut, sich auf das Internet einzulassen, forderte VIR-Vorstand Michael Buller. Mittelständische Reiseveranstalter und Reisebüros dürften sich den Zugang in die digitale Reiseverkaufswelt nicht verbauen, in der sich die Mehrheit der Kunden bereits zu Hause fühlt. Dies belegte F.U.R.-Geschäftsführer Rolf Schrader mit Ergebnissen der Reiseanalyse. Nach RA- Prognose werden schon vor 2020 mehr als die Hälfte aller Urlaubsreisen online gebucht werden. Dennoch blieben Reisebüros wichtig.

Wenn sie es schaffen, sich „vom Hüter des Wissens zum spannenden Erlebnispartner zu entwickeln“, dann sieht TVG-Geschäftsführerin Birgit Aust, Expertin in Sachen „Reisebüro der Zukunft“, für den stationären Vertrieb sogar größere Chancen als in der Vergangenheit. Da Kunden heutzutage nicht mehr ins Reisebüro kommen müssen, sei ihre Entscheidung, Unterstützung und Expertise einzuholen, eine bewusste. Das sollten stationäre Reisebüros nutzen und eine Verknüpfung mit der online Welt strategisch ausbauen. Um neue Kunden auch außerhalb ihres Umfelds heranzuziehen, könnten sie Interessenten mit persönlichen, inspirierenden Kauferlebnissen auf allen Kanälen gewinnen.

Selbst für Profis ist Internet Neuland
Eines stellte Michael Buller klar: Das Internet sei für alle Neuland, selbst für Profis entwickle es sich täglich neu. Neueste Innovation seien streaming-Kanäle. In seinem Impulsvortrag zu Zukunftstrends der Digitalisierung erzählte er Erfolgsgeschichten von Neulingen, die mit innovativen Ideen wie das einstige VIR-Sprungbrett-Startup get your guide die Reisebranche erobern. Christian B. Schmidt, Gründer und Geschäftsführer der Berliner Online Marketing

Agentur MaufSchmidt, untersucht regelmäßig die Positionierung von Reiseveranstaltern im online-Marketing. Sein Credo macht Mittelständlern Mut: Im Internet zähle nicht Marktgröße, sondern Suchmaschinenoptimierung.

Viel Raum gab die asr-Denkfabrik für Diskussionen, Austausch und best practice-Präsentationen wie unter anderem die von Personalchefin Celine Binnewies zur von Touristik aktuell ausgezeichneten Mitarbeiter-Akquise bei holiday extras. Das bewusst interaktive Format mache die Kaffeepause zum Programm, erklärte Vivien Manazon bei der Vorstellung der Workshops. Die Veranstaltung begeisterte auch den Gast vom DRV, Alexander Schulten.

Die Botschaft der Abschlussrunde ist klar: Digitalisierung verlangt Weiterentwicklung. Es ist Zeit loszulegen und Schritt für Schritt in neue Verkaufskanäle hineinzuwachsen. Leidenschaft und Neugier sind Schlüssel, den Wandel zu gestalten. Wer mit sich hadert und in der Argumentationsschleife von „zu klein, zu personal- und zeitintensiv, zu teuer, keine Zeit und ich-kann-das-nicht“ hängen bleibt, verpasst den Anschluss. Michael Bullers Tipp lautete: „Machen Sie aus der Bedrohung eine Chance!“

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