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Der ASR bewirkt Änderungen an umstrittener Broschüre „Wegweiser durch die digitale Welt für ältere Bürgerinnen und Bürger“: Das Ministerium für Verbraucherschutz ist informiert, BAGSO e.V. äußert sich, Stiftung Warentest bezieht Stellung.

Berlin, August 2012. Der „asr Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundes-verband e. V.“  hatte am 8. August einen  offenen Brief zur Broschüre „Wegweiser durch die digitale Welt  für ältere Bürgerinnen und Bürger“ herausgegeben von der BAGSO e.V., welche mit Unterstützung des Ministeriums für Ernährung, Landwirt-schaft und Verbraucherschutz erstellt wurde, veröffentlicht.  Mit dem Ziel, dass Ver-änderungen in der Darstellung der Leistungen des stationären Reisevertriebes  vor-genommen werden, hatte der ASR den Weg des offenen Briefs als Kritik an den Mängeln der Broschüre gewählt.

Am 10. August hat sich das Bundesministerium dem ASR gegenüber in einem kur-zen Zwischenbescheid geäußert und eine schriftliche Stellungnahme angekündigt. Auch BAGSO e.V. hat in einem Schreiben an den ASR vom 15. August 2012  eingelenkt: „Wir bedauern sehr, wenn bei Ihnen oder den in Ihrem Verband angeschlossenen Reisebüros der Eindruck entstanden ist, dass Online-Anbieter, wie im Kapitel 9 beschrieben, bevorzugt werden. Das war nicht beabsichtigt. Wir werden gerne überprüfen, inwieweit es zur Klarstellung sinnvoll ist, bei einer künftigen Auflage und kurzfristig bei der Online-Fassung die Passage, die zu Missverständnissen geführt hat, umzuformulieren.“

Auch Stiftung Warentest, in der umstrittenen Broschüre zitiert, hat auf Nachfrage des ASR in einem Brief an die Berliner Geschäftsstelle Stellung bezogen: „Die Aussagen in der Broschüre…beziehen sich auf einen Test von Reisebüros im Jahr 2000.“….“Damals gab es online noch gar keine Pauschalreisen. Bei späteren Veröf-fentlichungen haben wir immer betont, dass die Preise im Internet und Reisebüro grundsätzlich gleich sind und der Kunde ausdrücklich nach günstigen Angeboten fragen solle“.  Zudem hält  es Stiftung Warentest „…angesichts der rasanten Entwicklung bei den digitalen Medien für problematisch, auf einen so weit zurück liegenden Test zurück zu greifen.“

Der ASR hat angeboten, zusammen mit dem Ministerium für Verbraucherschutz und BAGSO e.V. die Broschüre entsprechend zu überarbeiten. Wichtig sei auch darzustellen, welchen Service die Reisebüros, gerade älteren Menschen gegenüber, leisten, welche Sicherheiten Buchungen im Reisebüro bieten sowie welche „schwarzen Schafe“ sich gelegentlich unter den online-Plattformen befinden.

„Damit wäre dann allen Beteiligten geholfen, den älteren Mitbürgern, dem stationären Reisevertrieb und auch dem Online Bereich“. Der ASR engagiert sich nicht nur für eine faire, sondern vor allem auch für eine sachlich richtige Darstellung des stationären Vertriebs.

ASR – Präsident Norbert Pfefferlein freut sich zudem, „dass in dieser Angelegenheit sowohl der ASR als auch der DRV die Sache der Reisebüros engagiert vertreten. Was zählt sind die Ergebnisse und das Bekenntnis für den stationären Reisevertrieb. Und dabei ist es unerheblich,  wer was an welcher Stelle zuerst ins Rollen gebracht hat“.

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