skip to Main Content

asr-Präsident: „Wir müssen jetzt endlich verbandsübergreifend zusammenarbeiten – es ist 5 vor 12“

Praxisfremde EU-Politiker bestätigen in erster Lesung den zweifelhaften Entwurf der EU-Reiserichtlinie

Berlin, März 2014. „Man lobt angebliche Errungenschaften, die bereits seit Jahrzehnten ein alter Hut sind (Rücktrittsrechte bei Preiserhöhungen und Insolvenzabsicherung bei Pleiten der Veranstalter) und bürdet den Veranstaltern populistische aber kaum zu erfüllende Pflichten auf “ erklärt asr Rechtsanwalt Ralf Wiesehöfer.

So sollen bei höherer Gewalt die Verpflichtungen der Veranstalter gegenüber den Kunden deutlich ausgeweitet werden, also eine Verabschiedung vom bisherigen gut funktionierenden Prinzip der jeweiligen Eigenverantwortung. Ebenfalls sollen Veranstalter für Flugzeitenänderungen der Airlines einstehen, eine völlig absurde Verkennung des Ursache – Wirkung – Prinzips.

Auch die Definition der Pauschalreise soll deutlich erweitert werden. Die Auswirkungen werden vor allem die selbständigen Reisebüros spüren, die dadurch stante pede zu Reiseveranstaltern werden, auch wenn sie nur Einzelbausteine verkaufen.

„Die EU-Abgeordneten beweisen hier einmal mehr ihre Unkenntnis“ so asr Präsident Pfefferlein. „Wir Verbände müssen jetzt endlich mit einer Stimme sprechen und unsere Parlamentarier aufklären, die dann entsprechenden Druck auf Brüssel ausüben müssen. Bei anderen Branchen, z.B. bei der Autoindustrie, klappt das bestens. Wir haben es bisher nicht geschafft“ so Pfefferlein weiter. Am morgigen Donnerstag, dem 13.03.2014, hat der asr Bundesverband e.V. einen Gesprächstermin bei der Fraktion der Grünen, Tourismusausschuss, und wird dort das Thema dringlich ansprechen. Auch mit den anderen Parteien wird der asr schnellstens das Gespräch suchen.

Back To Top