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asr erwägt Klage gegen GDL: Erheblicher Mehraufwand und Verluste bei Reisebüros und Veranstaltern wegen des Streiks

Die GDL kann nicht auf die Sympathien der Tourismusbranche zählen. Unverständnis für den Streik gibt es bei vielen Reisenden, noch mehr jedoch auf Seiten der Reisebüros und Reiseveranstalter.

„Wie weit reicht eigentlich Verhältnismäßigkeit?“ fragt der Präsident des asr Bundesverbandes e.V. „Wir müssen die Richter, die solche Urteile fällen darüber aufklären, dass es eine umsatzstarke Branche gibt, die das nicht mehr für verhältnismäßig hält und deren Existenz durch diesen langanhaltenden Streik in Gefährdung geraten kann.“ Die Ausschussvorsitzende Reiseveranstalter beim asr, Erika Schiemann, erbost sich darüber, dass es zu allem Übel auch noch Falschmeldungen über Pressemedien gibt. In einer Fernsehsendung wurde informiert, dass die Kunden ihr Rail & Fly Ticket über die Reiseveranstalter rückvergütet bekommen. Dem ist aber nicht so und die Kunden sind zu Recht verärgert, wenn Sie über den tatsächlichen Sachverhalt aufgeklärt werden.

Durch Umbuchungen, Stornierungen und unzähligen Nachfragen entstehen den Reisebüros und Reiseveranstaltern immense Kosten, vom Zeitaufwand gar nicht zu reden. Die Reiseveranstalter haben zusätzlich das Problem, dass nicht alle Reisende pünktlich zu den Abreisezeiten an den Flughäfen bzw. den anderen Abreiseorten erscheinen werden und somit die Reisen umgebucht oder auch gänzlich storniert werden müssen. Auf den Kosten bleibt der Veranstalter sitzen. Die Verluste der Bahn zahlt Steuerzahler, die mittelständischen Unternehmen stehen aber alleine da und müssen selbst die Mehrkosten tragen.

Der asr hat seine Mitglieder aufgerufen, den entstandenen Schaden zu beziffern. „Wir gehen von Verlusten in einer hohen 6-stelligen Summe aus. Wir werden prüfen lassen, wer diese Verluste ausgleichen muss, die GDL oder auch der Staat, der durch seine Gerichtsentscheidung den Streik nicht verhindert hat.“ so asr Präsident Norbert Pfefferlein. Seine BahnCard 50 werde er nicht mehr verlängern und lieber den Bus nutzen, so Pfefferlein abschließend.

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