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asr empfiehlt vorsichtige Prüfung der Angebote von Ama Reisen

Die Insolvenz von GTI Travel und Buchmal Reisen und die damit verbundene Buchungsübernahme der GTI Reisen durch die Ama Reisen GmbH beschäftigt  in den letzten Tagen die gesamte Branche.

Einige besorgte Reisebüros sind bezgl. der Umbuchungsangebote von Ama Reisen an den asr Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e. V.  herangetreten und haben sich nach einer Empfehlung erkundigt. Für Aufregung sorgten unter anderem die Verflechtungen mit der schweizerischen WTA-X Travel und unzutreffende Angaben, nach denen Zahlungen nicht über einen deutschen Sicherungsschein, sondern über den Schweizer Garantiefond abgesichert sein sollen.

Nach einer vorläufigen Überprüfung kann der asr Bundesverband e. V. zwar nicht grundsätzlich von einer Nutzung der Umbuchungsmöglichkeiten der Ama Reisen GmbH abraten, empfiehlt aber einen vorsichtigen Umgang mit den angebotenen Ersatzreisen. „Die Reisebüros und Kunden sollten je nach Sachlage entscheiden, ob sie die Angebote von Ama Reisen nutzen wollen oder nicht.“, meint asr Präsident Norbert Pfefferlein. „Der Veranstalter bietet den Kunden, die ohne Rückzahlung der schon an GTI geleisteten Zahlungen keine andere Reise buchen können, eine Alternative, seinen vielleicht mühsam ersparten Urlaub doch noch in Anspruch nehmen zu können.“ Trotzdem sollten sich Reisebüros und Kunden nicht ohne Prüfung auf die Angebote von Ama Reisen einlassen, scheinen doch die AGB des Veranstalters an manchen Stellen fragwürdig. Eine Prüfung der AGB ergab, dass sowohl Stornobedingungen als u. a. auch die Verjährungsfristen und Anzahlungsbedingungen rechtlich nicht einwandfrei sind. Auch die in den letzten Tagen wechselhaften Angaben zur Reisepreisabsicherung sind nicht unbedingt vertrauenserweckend. Nach Gesetzeslage muss ein in Deutschland ansässiger Veranstalter grundsätzlich einen Sicherungsschein (Insolvenzversicherung) bei der Buchung an den Kunden heraus geben und nicht, wie Ama Reisen verlauten ließ „auf Anfrage“.

Alternativ gibt es immer noch die Möglichkeit sich an den Insolvenzversicherer HanseMerkur zuwenden. Hier werden die Gelder allerdings voraussichtlich erst nach Prüfung in 2014 ausgezahlt.

Zu beachten ist auch, dass Kunden bereits geleistete Zahlungen nur einmal geltend machen können. Das heißt, entweder sie nutzen die Angebote der Ama Reisen GmbH einschließlich der dort vorgesehenen Abtretung ihrer Ansprüche aus den bereits geleisteten Zahlungen oder sie wenden sich an die Insolvenzversicherung HanseMerkur. Beide Alternativen gleichzeitig in Anspruch zu nehmen, ist nicht möglich.

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