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ASR Bundesverband fordert Ministerium für Tourismus – Diskussion mit Experten und Vertretern der Politik auf der ASR Fachtagung am 27. Oktober in Berlin

Der asr Bundesverband e.V. hat am Samstag, 27. Oktober auf seiner ersten Fachtagung nach der Neuwahl des ASR Vorstandes im Februar 2012 mit seinen Mitgliedern, Experten und Vertretern der Politik die brennenden Fragen des Tourismusvertriebs diskutiert. Vor 90 Teilnehmern der Tagung erläuterte der Präsident des Verbandes, Norbert Pfefferlein, die weiteren Aufgaben und Herausforderungen für die Zukunft der Branche und des Verbandes und berichtete zudem über die Ergebnisse der Aktivitäten des Vorstandes in den ersten acht Monaten. Die Hauptthemen der Diskussion waren Rückvergütung beim Vertrieb, vor allem durch Branchenfremde, Schwarztourismus und Fragen zur Notwendigkeit einer Konzession zum Betrieb touristischer Firmen. Die Teilnehmer diskutierten lebhaft über Fragen der Ausbildung, des Nachwuchsmangels und thematisierten das Verhältnis zu den mittelständischen Veranstaltern.
Pfefferlein verwies in seiner einführenden Rede darauf, dass die Inhaber geführten Reisebüros die mittelständischen Spezialveranstalter zukünftig als Partner benötigen, um sich am Markt mit neuen Produkten zu behaupten. „Mit 40% Marktanteil am gesamten Umsatz sind diese Veranstalter auf dem Vormarsch und reagieren schnell auf die immer individueller werdenden Wünsche der Kunden.“ so ASR-Präsident. Und an die Politik gewendet forderte Pfefferlein unter dem Applaus der Anwesenden: „…ist es so, dass Sie eigentlich im Tourismusausschuss völlig überlastet sein müssten. Der Tourismus in Deutschland beschäftigt 4,9 Mio. Menschen, ist mit einer Bruttowertschöpfung von 4,4% besser als die Autoindustrie und die Finanzwirtschaft und setzte in 2011 ca. 480 Mrd. Euro um. Das sollte Anlass für die Politik sein, endlich den Tourismus in einem eigenen Ministeriumdie entsprechende Aufmerksamkeit zu schenken.“
Weiterhin brandmarkte Pfefferlein in seiner Rede Entwicklungen wie die Einführung der Flugverkehrssteuer, die in 2011 eine Milliarde Euro für den Staat einbrachte,  und auf der anderen Seite die Mehrwertsteuersenkung für die Hotellerie auf 7%. Diese Senkung der Mehrwertsteuer führte, nach Information durch Staatssekretär Burgbacher auf dem BTW Kongress,  zu einer Investitionstätigkeit von ebenfalls einer Milliarde Euro. „Das ist kein Ausdruck für eine überlegte und gesunde Tourismuspolitik“ so Pfefferlein.  Ebenfalls Raum für Diskussion war die Nachhaltigkeitsentwicklung im Tourismus. Auf der Fachtagung reifte die Überzeugung, dass ein Tourismus Ministerium zusammen mit dem Umweltministerium geführt werden sollte. „Ohne intakte Umwelt kein Tourismus – da gibt es jede Menge Schnittstellen.“ stellte Präsident Pfefferlein abschließend fest.

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