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ASR Bundesverband e.V. zu Visumsproblematik: „Unnötige Erschwernis“

Seit Anfang 2013 hat Russland, wie mittlerweile auch China, Indien und Vietnam, eine Visumzentrale vor seine Botschaft und Konsulate geschaltet. Für Reisende bedeutet dieses nicht nur Verteuerung, sondern auch kompliziertere und aufwendigere Reisevorbereitungen.
Der „asr Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e. V.“ wandte sich aktuell in einem Schreiben an das Außenministerium, an den Beauftragten für Tourismus im Bundestag Herr E. Burgbacher, an den Tourismusausschuss im Bundestag als auch an die Union der Russischen Tourismus Industrie (RUTI) in St. Petersburg, um gegen diese bürokratischen Hürden zu protestieren und um zu einer konstruktiven Lösungsfindung aufzufordern. „Denn“, so ASR-Vizepräsident und Osteuropabeauftragter des Verbandes, Jochen Szech, „Russland reagiert mit diesen Maßnahmen auf das deutsche Vorgehen im eigenen Land. Mit Einführung der Visumzentralen werden die bürokratischen Hürden so hoch gelegt, dass sich die Verantwortlichen auf russischer und deutscher Seite nicht wundern sollten, wenn außer dem Tourismus auch der Handel Einbußen hinnehmen sollte.“
Zudem sei es in der heutigen Zeit kaum noch nachvollziehbar, dass das Reisen komplizierter statt einfacher wird. „Es ist mehr als ärgerlich, dass der russische Staat diese Vorgehensweise bei Einreisen ausschließlich für Deutschland eingeführt hat, und zwar aus dem alleinigen Grund, dass die Bundesrepublik jene Visumzentralen in den jeweiligen Ländern wie eben Russland eingeführt hat. Auch die besonders komplizierten und unnötigen Hürden, wie beispielsweise die notarielle Beglaubigung jeden Schriftstückes, sind rein deutsche Erfindungen und eine Erschwernis für jeden russischen Reisenden.“
In anderen europäischen Ländern gibt es diesen Aufwand an Bürokratie nicht und umgekehrt auch keine erschwerten Einreisebedingungen nach Russland. Andere Länder haben längst erkannt und setzen diese Erkenntnis in der Praxis um, dass Einreise- Erleichterung und somit Förderung des Tourismus auch eine Frage der verbesserten wirtschaftlichen Zusammenarbeit ist.
Der „asr Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e. V.“ fordert dazu auf, dass die verantwortlichen Akteure, die für die Errichtung von Visumzentralen zuständig sind, sich die Expertise von Leuten einholen, die auf dem Gebiet des Tourismus  langjährige Erfahrungen aufweisen können. Zudem protestiert der Verband auf das Schärfste gegen diese enorme Verschlechterung der Reisebedingungen für Deutsche und Russen und fordert die Verantwortlichen auf, umgehend Abhilfe zu schaffen.

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