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16.04.2014 Verbändetreffen beim DIHK in Berlin zum Thema „Gewerbesteuer Hinzurechnung“

Der asr hat am Mittwoch (16.04.2014) an einem Meinungsaustausch der Verbände, organisiert von der DIHK in Berlin, zum Thema Gewerbesteuer Hinzurechnung teilgenommen.

Anwesend waren neben der DIHK und dem asr Bundesverband e.V. der Deutsche Tourismusverband e.V., der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V.; der Bundesverband der Deutschen Incoming-Unternehmen e.V.; das German Convention Bureau e.V. und die REWE Group.

Vom Steuerexperten der DIHK Herrn Gewinnus, wurde das Thema noch einmal von allen Seiten beleuchtet und klar gemacht, dass die reinen Übernachtungsleistungen als unbewegliches Anlagevermögen angesehen werden und entsprechend besteuert werden können. Damit sind nicht nur die Pauschalreiseveranstalter, die Kontingente einkaufen, von der Problematik betroffen, sondern auch Veranstalter im Vermittlungsgeschäft, Tagungs- und Kongressveranstalter sowie Incomingbüros.

Viele der Reiseveranstalter, Incomer und MICE-Veranstalter sind sich dessen noch nicht bewusst, dass sie ggf. von der Steuer betroffen sein könnten. Die Handhabung der Finanzämter läuft nicht nur unterschiedlich in den einzelnen Bundesländern, sondern sogar in einzelnen Städten. So haben asr Mitglieder aus Bayern noch keinen Meßbescheid erhalten, der Verband der Incomer hat bereits ein betroffenes Mitglied in München.

Die Anhörung zum Thema im Tourismusausschuss des Bundestages am 21. Mai wird mit Spannung erwartet. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Lösung des Problems sehr unwahrscheinlich. Es handelt sich bei der Gewerbesteuer um eine Steuereinnahme für die Kommunen, die sich mit allen Mitteln gegen eine Gesetzesänderung sträuben werden. Hoffnung setzt man darauf, dass wenigstens die Regelung zur rückwirkenden Anwendung bis zum Jahr 2008 aufgehoben wird.

Interessant dürfte auch das Urteil vom FG Münster sein. Hier vor allem die Beantwortung der Frage, ob angemietete Hotelzimmer zum Anlagevermögen gehören. (FG Münster AZ 9K 1472/12G)

„Diese ungerechtfertigte Besteuerung von Veranstaltern muss im Sinne der Branche geregelt werden“ so der asr Präsident. „Wir setzen uns für eine klare Handlungsregelung durch das BFM ein, die die Finanzämter der Länder und Kommunen klar anweist. Eine Gesetzesänderung ist allerding unwahrscheinlich.“ so Pfefferlein.

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