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Status Quo EU-Pauschalreiserichtlinie

Liebe Mitglieder,

selten haben wir Themen in der Branche, die alle Branchenteilnehmer gleichermaßen bewegen, aufregen und verängstigen.

Einige unter uns werden sich z.B. noch an die Veranstalterliberalisierung 1998 erinnern oder dem Golfkrieg 1990/91. Auch damals ging, ähnlich wie heute, die Angst um Arbeitsplätze und Existenzen um. Auch damals wurde das ganz große Reisebürosterben prophezeit. Marktbereinigung war das Schlagwort schlechthin.

Wir alle wissen, es kam nicht dazu, die Zahl der Reisebüros in Deutschland ist seit Jahrzehnten mehr oder weniger „konstant“. Die Vertriebswege haben sich verändert in stationär, online oder mobil.

Aktuell fühlt sich die Branche von der Pauschalreiserichtlinie bedroht. Niemand kann sagen, ob es besser wird mit dieser neusten „EU Idee“.  Niemand kann heute definitiv sagen, was im Endeffekt im Gesetz stehen wird, da es bis dahin noch ein sehr langer und sehr zäher Weg ist.

Warum muss nun alles schlecht sein, was bisher erreicht wurde? In zahlreichen Diskussionen und Terminen mit Vertretern der Politik arbeiten wir und andere Verbände jeden Tag nach wie vor daran, die „Unsinnigkeiten“ dieses Entwurfs zu streichen, reduzieren, umzuformulieren oder transparenter zu gestalten.

Wer nicht versteht wie wichtig die Änderung ist:
–  ein neutrales Beratungsgespräch, unabhängig von der nachfolgenden Reiseart dem eigentlichen Verkaufsvorgang weiterhin vorstellen zu können

Wer nicht anerkennt
–  was an Überzeugungsarbeit nötig war um die Notwendigkeit des Sicherungsscheins zu erhalten oder

Wer nicht akzeptieren kann
–  welche Verhandlungen erforderlich waren, um die Ordnungsgelder nicht nur drastisch zu senken, sondern darüber hinaus auch ein „Vorsatz“ erforderlich sein muss, um diese Ordnungsgelder zu verhängen.

Wer glaubt, dass
8% unerwartete Preiserhöhung willkürlich vom Veranstalter beschlossen werden kann,
den laden wir herzlichst ein, in den zuständigen Ausschüssen tatkräftig mitzuarbeiten, um sich selbst ein Bild zu machen.

Natürlich können wir damit nicht zufrieden sein und sind es auch nicht.

Was können wir 2017 für unsere Mitglieder tun? 

Fest steht für den asr

– Die Abwicklung der verbundenen Reiseleistungen sind so nicht praktikabel.
– Der Schwarztourismus darf nicht weiter vom Gesetzgeber „geschützt“ werden.

Dies sind zwei elementar wichtige Forderungen, die wir auch 2017 massiv kritisieren und verändern wollen.

Für den asr ist es wichtig, unsere Mitglieder frühzeitig auf alle Eventualitäten die im Rahmen des neuen Gesetzes auf die Branche zukommen könnten, gut vorzubereiten.

Was können wir tun, um optimistisch in die Zukunft zu blicken?

VERTRAUEN in unsere  eigenen Fähigkeiten, KEINE Angst vor der PRRL, die „Untergangsstimmung“, welche seit Wochen proklamiert wird, kann nicht die Lösung sein.

Hören wir endlich auf dem Kunden zu suggerieren es sei besser, wenn er gleich bei TUI.de bucht, weil es die Reisebüros in 2018 nicht mehr geben wird oder sie den Aufgaben, die das neue Gesetz mit sich bringt, nicht gewachsen sind!

SIE als Reisebüroinhaber, alle Expedienten und WIR als Branche sind dem gewachsen, denn wir haben schon ganz andere Dinge durchgestanden und zusammengehalten.

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