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Gewerbesteuer für Reiseveranstalter – asr Bundesverband e.V. gibt seinen Mitgliedern Empfehlungen

Die Fachexperten (Rechtsanwälte / Steuerberater) des asr haben sich mit dem Thema der Gewerbesteuer (-messbescheide) an Reiseveranstalter und dem darin verankerten „Hinzurechnen von Miet- und Pachtzinsen für die Benutzung von unbeweglichen Wirtschaftsgütern“ eingehend beschäftigt.

In einem Schreiben an die Mitglieder wird der Sachverhalt erläutert und den Mitgliedern werden Empfehlungen sowie Musterschreiben zur Verfügung gestellt.

Bereits mit einem Erlass aus dem Jahr 2008 wurden die Hinzurechnungsbestände, unter anderem eben die Hotelanmietung,  zur Gewerbsteuer grundlegend angepasst.  Im überarbeiteten Erlass vom 2.07.2012 wurden auch explizit die Reiseveranstalter mit einbezogen. Das heißt, die  Finanzämter wollen reservierte Hotelzimmer als kalkulatorischen Teil des Betriebsgewinns ausweisen und treiben damit die Gewerbesteuer in schwindelerregende Höhe.

Diese Entscheidung, so der asr Steuerberater Dr. Münch, ist für die Reiseveranstalter eine existenzbedrohende Verschärfung der Sicht der Finanzverwaltung. Reiseveranstalter, denen ein solcher Gewerbesteuermessbescheid zugeht, sollten dringend wie folgt reagieren:

1)  Einspruch erheben gegen den Gewerbesteuermessbescheid gemäß § 347 AO
2)  Beantragung einer Verfahrensruhe gemäß § 363 Abs. 2 AO

Damit sind die Forderungen zur Zahlung der Gewerbesteuer zwar ruhend, aber nicht aufgehoben. „Dennoch seien diese Schritte im Hinblick auf anhängige Klagen beim Bundesfinanzhof und dem Bundesverfassungsgericht sinnvoll und sollten auf jeden Fall so eingehalten werden“, betont Dr. Münch.

„Das Ziel dieser Klagen muss es sein, diese unsinnige Entscheidung zu kippen“, so Norbert Pfefferlein. In zeitnahen Gesprächen mit der Politik wird der asr Bundesverband e.V. das Thema favorisieren.

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