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ASR: Halbherzige und unzureichende Änderungen in Broschüre „Wegweiser durch die digitale Welt für ältere Bürgerinnen und Bürger“.

Der Verband unterstützt ausdrücklich den Protest der Reisebüros

In Sachen der umstrittenen Broschüre „Wegweiser durch die digitale Welt für ältere Bürgerinnen und Bürger“ der BAGSO e.V. hat sich nun als letztes auch das Bundeministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gegenüber dem „asr Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e. V.“ geäußert. Frau Ministerin Aigner lässt durch den Referatsleiter Jürgen Karwelat, anscheinend in einem Serienbrief an alle Verbände und Reisebüros, die sich gegen diese Broschüre ausgesprochen hatten, Ihre Stellungnahme verbreiten. Mit der Broschüre sollte bei möglichst vielen älteren Menschen das Interesse geweckt werden, das Internet zu nutzen, so Karwelat. Weiter lässt er in dem Schreiben wissen, dass die Online Version der Broschüre, welche die Missverständnisse verursacht habe, bereits kurzfristig überarbeitet wurde und auf den Vorteil der persönlichen Beratung in den örtlichen Reisebüros hingewiesen wird.

Das liest sich dann so: „Manche Angebote kosten in beiden Fällen dasselbe, andere sind nur auf bestimmten Internetseiten oder in bestimmten Reisebüros im Programm. Daher dürfte es bei Ihrer Wahl vor allem darauf ankommen, ob Sie auf eine persönliche Beratung Wert legen“.

Es folgt die Nennung einer Vielzahl von Internetportalen, bei denen online gebucht werden kann. Diese online Plattformen seien „sorgfältig aufgrund der Auswertung von Testergebnissen ausgewählt“. „Aus welchem Jahr sind denn diesmal die Testergebnisse, Herr Karwelat?“ fragt der Präsident des ASR, Norbert Pfefferlein, besorgt. „Das Zitat mit Verweis auf die Stiftung Warentest datierte aus dem Jahre 2000 und Stiftung Warentest distanzierte sich inzwischen davon“ so Pfefferlein weiter.

Der ASR betrachtet die bisherigen Änderungen in der Online Version als halbherzig und nicht ausreichend und fordert die BAGSO und das BMELV auf, die Hinweise auf die Online Plattformen inklusive vorhandener Links zu löschen. „Denn ansonsten“ so ASR Präsident Pfefferlein, „müsste auf der Seite ebenfalls ein Reisebürofinder mit PLZ Verzeichnis installiert werden. Hier wird mit Steuergeldern einseitig Werbung für Online Plattformen vorgenommen und das lassen wir nicht zu“.

Der ASR ruft die mittelständischen und stationären Reisebüros auf, dieser Forderung zu folgen und ihren Protest in einem Schreiben dem BMELV mitzuteilen. Einen entsprechenden Protestbrief, den sie per Post oder per Mail an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft Verbraucherschutz senden können, ist auf der Website des Berliner Verbandes zu finden:  www.asr-berlin.de .

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